Gemeinsam durchgehen
Am Regal statt am Tisch: Jeder Gegenstand wird mit der Liste abgeglichen. Was fehlt oder defekt ist, wird notiert.
Bei der Übergabe des Zeugwart-Amts müssen vier Dinge vollständig weitergegeben werden: Schlüssel und Zugänge, der Bestand mit allen offenen Leihgaben, die Versicherungsunterlagen und die Kontakte zu Werkstätten und Lieferanten. Am besten gemeinsam vor Ort, mit einer aktuellen Liste.
Ein gemeinsamer Termin im Lager ersetzt zehn Nachfragen danach.
Am Regal statt am Tisch: Jeder Gegenstand wird mit der Liste abgeglichen. Was fehlt oder defekt ist, wird notiert.
Wer hat welches Instrument, welche Uniform? Was muss von ausgetretenen Mitgliedern noch zurückkommen?
Probelokal, Lager, Fahrzeuge — und die Zugänge zu Lieferanten-Konten und zur Inventarverwaltung.
Versicherungsliste und -vertrag, Rechnungen, Garantien und was über Wartungen und Reparaturen festgehalten ist.
Instrumentenbauer, Uniformlieferant, Werkstatt, Ansprechpartner im Vorstand — und was gerade in Reparatur oder bestellt ist.
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Tipp: Die Übergabe mit Datum und beiden Unterschriften kurz festhalten. Dann ist später klar, was übergeben wurde.
Was seit dem letzten Stand dazukam oder verschwand, steht nirgends.
Wer was hat, weiß der bisherige Zeugwart — und nach der Übergabe niemand mehr.
Welcher Instrumentenbauer, welche Reparatur ist zugesagt, welche Bestellung läuft noch?
Aus der eigenen Übernahme des Amts: Es gab Ordner und eine mündliche Einweisung. Den Rest musste ich mir erst zusammensuchen.
Wer den Bestand in Materialwart führt, übergibt keinen Karton mit Zetteln, sondern einen Zugang. Bestand, offene Leihgaben mit Zustand, Notizen und der Verlauf jedes Gegenstands sind schon da — der neue Zeugwart sieht vom ersten Tag an, was der alte wusste.
Schlüssel, Verträge und Kontakte muss man trotzdem persönlich übergeben. Aber die Hälfte der Checkliste ist erledigt.
Möglichst bald nach der Wahl in der Jahreshauptversammlung und vor dem nächsten großen Termin — nicht in der Woche vor dem Konzert.
Dann ist die Übergabe der beste Anlass für eine Inventur: gemeinsam durch Lager und Proberaum gehen und alles neu erfassen. Offene Leihgaben lassen sich danach über eine Rundmail an die Mitglieder abfragen.
Es ist sinnvoll: ein kurzes Protokoll mit Datum, übergebenen Schlüsseln und Unterlagen und den Unterschriften von altem und neuem Zeugwart. Später erspart das Diskussionen darüber, was da war.
Wer den Bestand heute sauber führt, übergibt morgen einen Zugang statt eines Ordners. Kostenlos, ohne Zeitlimit und ohne Zahlungsdaten.